Sommerabend aufm Balkon. Lesezeit.
Aus: Terézia Mora: Der einzige Mann auf dem Kontinent

buch„Ehrlich gesagt, mag Darius Kopp es nicht, aufs Land zu fahren. (…) Er ist ein Stadtkind durch und durch, für den das Quietschen der Straßenbahnen und das Fegen vorbeifahrender Autos signalisiert: es ist alles in Ordnung. Das „befreundete Haus“ steht als ganzer Gegensatz dazu in einem Stück Wald, einer ehemaligen Bungalowsiedlung aus dem Osten, wo einem bei der kleinsten Luftbewegung irgendeine Spreu in den Nacken weht, nicht zu sprechen von den Insekten. (…) Kopp kann kein einziges Mal nicht daran denken, dass einer dieser knarzenden Bäume ebenso gut auch plötzlich aufgeben und auf sie stürzen könnte, und er kann auch kein einziges Mal nicht an die Tiere denken, die, vor Durst verzweifelt, bis an die Häuser kommen. (…) Aber vor allen Dingen stört Darius Kopp, dass er sich auf dem Land: langweilt.“

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