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Ein Versprechen

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Im Alter in die Stadt ziehen? Um einige ältere Herrschaften, die sich dazu entschlossen haben, geht es in der Reportage „Ruhe im Rummel“: „Ihnen allen ist Berlin Kindheitsliebe oder alte Bekannte, Dschungel oder Museum, ein Versprechen jedenfalls für einen Abschnitt des Lebens, in dem – endlich – getan und gelassen werden kann, was immer man will.“ schreibt Katja Reimann im Tagesspiegel.  Und: „Endlich in Rente, endlich kein Stress mehr, endlich der friedliche, beschauliche Lebensabend. Nein, sagen heute viele, nicht ist im Alter besser als eine Großstadt – zum Beispiel Berlin.“

Nachzulesen hier:www.tagesspiegel.de/politik/ruhe-im-rummel/9319094.html

Und mehr dazu im Stadtlustbuch mit Tipps für Alternatives Wohnen für Senioren, von Arche Nora in Hamburg bis zu einer Senioren-WG in Köln.

Die Großstadt – eine Wundertüte

Bildschirmfoto 2013-12-19 um 09.32.20„GROSSE GEFÜHLE“ heißt eine Serie in der Berliner Morgenpost. Heute geht es dabei um „Loslassen“. Sören Kittel hat dazu den Ethnologen Wolfgang Kaschuba befragt. Und der äußert sich wie folgt:
„Da scheint die Großstadt oft eine Wundertüte zu sein, die eben auch viele neue Möglichkeiten und Beziehungen anbietet. Und das ist ja auch das Versprechen von Berlin. Im Dorf wiederum und in der Kleinstadt mag es anders sein: Dort sind Beziehungen stets „überwacht“ und „kontrolliert“ – von Eltern, Nachbarn, Freunden. Das macht das Loslassen und das Neusuchen schwer, zwingt zu Konformität – die dann dort oft „Treue“ heißt.“

Das Interview in voller Länge: http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article123107296/In-Berlin-trennt-man-sich-anders-als-auf-dem-Dorf.html

Cicero schreibt…

Bildschirmfoto 2013-11-04 um 13.08.37„ENTZAUBERTES LANDLEBEN – Ökologisch lebt nur der Stadtmensch“ – das schreibt Marie Amrhein in Cicero, will sich aber der Argumentation dann doch nicht ganz anschließen…

„(…) Denn, so Glaeser in „Triumph of the City“: „Städte machen uns reicher, klüger, grüner, gesünder und glücklicher.“ New Yorker etwa leben länger als alle anderen Amerikaner, Herzkrankheiten und Krebsraten seien in Gotham niedriger als beim Rest der Nation. In Sachen Klimaschutz sind wir Dörfler die wahren Asozialen: Auf dem Land ist der Zweitwagen einer Familie fast schon Pflicht, während das Auto in der Stadt vom Fahrrad als Statussymbol längst abgelöst wurde. Was die Tankstelle auf dem Land schluckt, kann in der Stadt für Theater und Kino ausgegeben werden. Der ökologische Fußabdruck des Städters im Hochhaus geht im Vergleich dazu gegen Null.“

http://www.cicero.de/salon/entzaubertes-landleben-oekologisch-lebt-nur-der-stadtmensch-umwelt-urbanismus/56228

Ein Zustand zwischen Om und Oma

ANNE-SOPHIE BALZER schreibt in der ZEIT über die Doku „Am Ende der Milchstraße“: „Magazine wie Landlust, Landleben oder Land Menschen malen das Leben in der Natur gern in freundlichen Erdtönen: Hühner laufen durchs Wohnzimmer, Katzenbabys schnurren auf dem Schaffell, im Kamin flackert es golden und der Wasserkessel auf dem Herd pfeift. Der von der Großstadt erschöpfte Mensch findet auf dem Land nachbarschaftliche Wärme, gute Luft und das Glück, etwas mit eigener Hände Arbeit erschaffen zu können. So das wohlige Versprechen der Hochglanzzeitschriften. In Wischershausen, so viel ist sicher, war noch kein Land-Magazin. Wenn sich der Bauer Maxe in dem Dokumentarfilm Am Ende der Milchstraße morgens um fünf aus dem Bett ächzt und nach der Schweinefütterung im kärglich eingerichteten Wohnzimmer das erste Bier aufmacht, ist das für den landunerfahrenen Stadtmenschen ein Kulturschock. Wo sind die Betten mit den eingeschnitzten Herzen, wo die Blumenkränze an der Tür und die glücklichen Landmenschen mit der gesunden Gesichtsfarbe?“

Genau darum geht es in „Stadtlust“: „In den Buchläden türmen sich die Selbsterfahrungs-Berichte jener, die rauszogen, sich Bauernhäuser kauften, Höfe renovierten, mit glücklichen Hühnern auf dem Sofa leben. In den Zeitschriftenregalen rieseln Heustaub und Hasenköttel aus Landlust und Country, diesen gedruckten Fluchthelfern. Die naturtrüben Hochglanzpostillen wollen uns vormachen, irgendwo da draußen, zwischen Rhododendron und alten Rosen sei die Welt noch in Ordnung, liege Glück, Zufriedenheit oder mindestens ein Zustand zwischen Om und Oma. – Wir halten dagegen. – Diese Medien zeigen das Landleben so realitätsnah wie der Playboy Frauen oder Schöner Wohnen das deutsche Heim. Alltag auf dem Dorf findet in diesen Blättern nicht statt, das Landleben wird zur Lifestyle-Welle gehypt und zugleich degradiert, als Fortsetzung von Aerobic, Wellness, Yoga. …“ Mehr dazu im Buch.

http://www.zeit.de/kultur/film/2013-10/am-ende-der-milchstrasse-film

„Zieh in die Stadt!“

Bildschirmfoto 2013-10-12 um 10.16.09Katrin Hillgruber portraitiert im Tagesspiegel den Schriftsteller Mohsin Hamid und seinen neuen Roman „So wirst du stinkreich im boomenden Asien“. Darin schreibt sie, für den Autor seien Berlin und seine Heimatstadt Lahore ähnlich. Und weiter:
„Hamid plädiert klar für wild wuchernde Megapolen in den Schwellenländern: „In vielen pakistanischen Dörfern gibt es nicht einmal Strom und fließend Wasser, dafür aber mächtige Grundbesitzer, die sich jedes beliebige Mädchen nehmen können, um es zu vergewaltigen. Deshalb ist die Stadt an sich für mich etwas Positives, besonders, weil sie Minderheiten Schutzräume bietet. Und auch die Armen können sich dort wesentlich besser politisch organisieren.“
Der Umzug in die Stadt ist der erste Schritt zum Reichtum
„Zieh in die Stadt“, lautet auch der erste von zwölf Ratschlägen, die Hamids dritten Roman strukturieren: „Der Umzug in die Stadt ist der erste Schritt, um stinkreich zu werden im boomenden Asien.“ “

Mehr zu diesem Thema im Stadtlust-Buch im Kapitel „Multikulti contra Einheitsgesellschaft“: „Städte sind „die Gebiete, in denen sich der Abschied von der Armut vollzieht“, wie der Kanadier Saunders in seinem Buch über „Ankunftsstädte“ schreibt. Und wie auch Harvard-Professor Glaeser weiß: „Städte machen die Menschen nicht arm. Städte ziehen arme Menschen an.“ Denn nur hier haben sie die Chance, was besseres als zuhause zu finden.““

http://www.tagesspiegel.de/themen/buchmesse/mohsin-hamid-im-portraet-so-wirst-du-stinkreich-in-asien/8899028.html

Vom Feld und vom Wohnen – aus dem taz.blog

Feld 5Der Himmel über Berlin. Auf dem endlos weiten Tempelhofer Feld ins Blau kucken – unbezahlbar. Ausgerechnet hier Wohnungen bauen? Ja genau.
Ich liebe das Tempelhofer Feld, mal drehe ich mit dem Rennrad meine Runden, lege mich mit einem Buch ins Gras, spaziere durch die Allmendegärten. Für mich ist dieser wilde, weite Park die schönste Grünfläche der Stadt. In ihrer ganzen Unorganisiertheit, im Wildwuchs, im So-Lassen-wie-es-ist. Weiterlesen